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„Wissen vermitteln in Kultur und Schule“

Der KS:NUE Arbeitskreis Kultur und Schule im Rahmen traf sich am 13. Juli 2010 im KUF KinderKunstRaum im Kachelbau

Mit dem Thema „Wissen vermitteln in Kultur und Schule“ oder „ Wie kann Lernen erfolgreich gestaltet werden und was braucht es dazu?“  beschäftigten sich im Arbeitskreis zahlreiche Vertreter/innen aus Kultur, Bildung und Soziales in Nürnberg.

Neugier und Begeisterung brauchen Kinder, damit sich ihr Gehirn und ihre Gefühlswelt gut entfalten  können und als Voraussetzung für gelingende Bildungsprozesse. Wissenschaftler und Hirnforscher, wie Prof. Gerald Hüther von der Universität Göttingen, haben das herausgefunden www.planet-wissen.de

Im Arbeitskreis demonstrierte dies die Dipl. Kulturpädagogin Heike Pourian. Alle Teilnehmer/innen konnten mit geschlossenen Augen, ohne Angst etwas falsch zu machen, selbst forschen. Sie lösten die Aufgabe, ihre Handgelenke umeinander kreisen zu lassen, eine Form zu finden, die ihnen angenehm war und sie dann im Vergleich mit den Ergebnissen anderer zu verfeinern oder weiter zu entwickeln.

Das „Bewegungslabor“ entwickelt von Heike Pourian

Auf der Grundlage der „Contact Improvisation“ setzt sie Lehrplaninhalte forschend und am eigenen Leib um. Dabei geht es in erster Linie nicht um Ästhetik oder Tanz. Bei der „Lebendigen Physik“ werden physikalische Gesetzmäßigkeiten von Körpern (den eigenen) in Bewegung erforscht. Es geht dabei um Bewegung pur, um Mechanik - und das ist Physik.  Die Projekte „Erfahrbare Anatomie“ und „Bewegung begreifen“ können im Biologie- und Sportunterricht zum Einsatz kommen.
Das „Labor“ als Lernform will „Raum schaffen, in dem sich Schüler/innen von passiv zu Belehrenden in aktiv Lernende verwandeln“, ein Lernen mit allen Sinnen.

Eine weitere Anregung brachte Geschichtenerzähler Michl Zirk ein, der mit Kindern „Vokabeln lernen als Geschichten“ erprobte. Das Memorieren ist über die Verbindung mit Geschichten viel einfacher.  

Ein enges Stundenkorsett, große Klassen, der „kognitive Alltag“ in Gymnasien aber auch die Finanzierung, macht es schwer, diese Form Kultureller Bildung in den Unterricht einzubauen.
Im Grundschulalltag ist das Stationen- und Werkstattlernen an der Tagesordnung - didaktische Methoden, die Spaß am Lernen vermitteln. Allerdings wurde die Frage gestellt, in wie weit diese gekoppelt sind mit dem emotionalen Lernmoment, der Begeisterung.