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Die Maske und die Hand

– ein Kunstprojekt zwischen der Hauptschule Altenfurt, dem Kinder- und Jugendhaus ALF und dem Stahlbildhauer Hermann Drescher

Ziele

Das Gemeinschaftsprojekt des Kinder- und Jugendhauses Altenfurt und der benachbarten Hauptschule in der Hermann-Kolb-Straße wurde im Januar 2005 begonnen. Ein Verbindungspfad zwischen den Einrichtungen sollte gestaltet werden, der Schülern weite Wege um eingezäunte Grundstücke erspart, mit einem durchlässig gebauten Tor als Wegweiser zwischen den Häusern und mit einem Riesen, angedeutet durch eine auf dem Boden stehende Maske und einer deutenden Hand, auf dem Gelände der Schule. Diese Grundidee wurde jedoch schnell von der Wirklichkeit eingeholt. So stellt die Öffnung des Zaunes einen Verstoß gegen das Sicherheitskonzept der Hauptschule dar und die Aufstellung der Maske auf dem Schulgelände wurde aus sicherheitstechnischen Gründen nicht genehmigt. Jetzt wacht die Maske auf der Schulseite in 9 m Höhe auf der Ostseite der Schule sicher und unerreichbar über die Schüler und die Hand weist als Sitzmöglichkeit in die Richtung des Jugendhauses.

Eine Lehrerin der Schule und ein Pädagoge des Jugendhauses betreuten das Projekt. Die Schüler arbeiteten außerhalb der Schulzeit in ihrer Freizeit im 14-tägigen Modus von 14.00 – 17.00 Uhr im Zeitraum Januar 2005 bis Mai 2006. Die Planungsphase fand in den Räumen der Schule statt, die Durchführungsarbeiten erledigten sie  in der Werkstatt des Jugendhauses, betreut von Hermann Drescher als erfahrenen Künstler. Er stellte auch den Großteil der benötigten Werkzeuge zur Verfügung.

Finanziert wurde das Projekt vom Jugendamt der Stadt Nürnberg, von der Schule und dem Förderverein der Hauptschule.

Insgesamt beteiligten sich 15 Jugendliche, davon 2 Mädchen. Im Laufe der 1 ½ Jahre wechselte das Team. Drei Schüler hielten von Anfang bis Ende durch. Es waren immer fünf bis sechs Schüler anwesend. Der Künstler Hermann Drescher verstand es sehr gut mit den Jugendlichen zusammenzuarbeiten und ihre Ideen mit einzuarbeiten. Seiner ruhigen und kompetenten Art ist es zu verdanken, dass keinerlei Verletzung vorkam. Die Schüler zeigten großes Geschick beim Umgang mit den unterschiedlichen Werkzeugen wie Schweißbrenner, Blechschere oder Flex und brachten kreative Vorschläge oder praktische Ideen ein. Durch das große Interesse der Schüler konnten fundierte Kenntnisse zum Thema „Metallverarbeitung“ vermittelt werden.

Ablauf

Innerhalb der ersten drei bis fünf Treffen übten die Schüler den sicheren Umgang mit dem Werkzeug. Danach begann die Arbeit an der Hand, da diese in ihrer Ausführung nicht ganz so diffizil war. Kurz vor den Sommerferien im Juli 2005 war diese fertig gestellt. Im September 2005 begann die Arbeit an der Maske. Es wurde viel getüftelt, geschweißt, wieder weg geflext und ein neuer Schweißversuch gestartet. Schließlich wurde die Maske im April 2006 fertig gestellt. Die gesamte Truppe fuhr in die Zinkerei und sah zu, wie sie ein „glänzendes Aussehen“ erhielt.

Am 13. Mai 2006 wurde die Maske beim Schulfest der Hauptschule Altenfurt offiziell eingeweiht.

Kontakt:
Richard Probst, Kinder- und Jugendhaus Geiza, info@geiza.de