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Subtropia - Bananenpflanzen in Nürnberg?

Klimawandel ist das drängendste Umweltproblem unserer Zeit. Ein Großteil der deutschen Schüler ab 10 Jahren sieht seine Zukunft durch die globale Erwärmung bedroht. Trotzt der Sensibilität für dieses Thema findet sich bei der Bevölkerung bislang kaum eine Bereitschaft, den Lebensstil umweltgerechter zu führen. Aus diesem Grund planten Schüler und Lehrer der Adolf-Reichwein-Ganztagsschule zusammen mit dem Kinder & Jugendmuseum Nürnberg eine interaktive Wanderausstellung mit dem Titel.

Ziele

Ziel war es, den beteiligten Schüler/innen mit den Methoden des forschenden Lernens die Möglichkeit zu geben, Zusammenhänge der globalen Klimaerwärmung eigenständig zu erschließen. Sie eigneten sich im Rahmen des Projekts ein tieferes Verständnis über die wissenschaftlichen Grundlagen, die globalen Zusammenhänge sowie die ökologischen, ökonomischen und sozialen Konsequenzen an. Dieses Wissen wurde in Form von Ausstellungsmodellen umgesetzt. Dabei hatten die Schüler/innen die Möglichkeit an der künstlerischen Gestaltung der Ausstellung unter Einbeziehung umfassend mitzuwirken bzw. ihre Modelle selbst zu verwirklichen. Sie wurden selbst zum "Forscher" und "Ausstellungsgestalter". Die Museumsmitarbeiter begleiteten die Schüler bei ihren Forschungen einzelnen Projektschritten.

Ein weiteres Ziel war, mit Hilfe der Ausstellung das Wissen über die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge von Klima und Erderwärmung bei Kindern, Jugendlichen und deren Familien zu erweitern. Die Ausstellung bietet den Besuchern die Möglichkeit, sich mit der Entstehung von Klima und Klimawandel sowie den globalen und regionalen Folgen der Globalen Erwärmung auseinanderzusetzen. Sie vermittelt, dass jeder Einzelne Verantwortung für die Entwicklung des Klimas trägt. Schüler sind als „Experten“ beteiligt. Die Bbesucher sollen vom "passiven Zuschauer" zum "aktiv Handelnden" werden. Aktivität und Interaktivität haben eine intensive Wahrnehmung zur Folge. Dadurch bleibt die Botschaft langfristig wirksam.

Nicht zuletzt verbindet sich mit diesem Projekt die Hoffnung, dass hierdurch andere Schulen angeregt werden, Ausstellungsprojekte mit Museen durchzuführen, bei denen eine vergleichbare Lernkultur praktiziert wird.

Ablauf

September – Dezember 2007: Recherche- und Konzeptionsphase
Die Schüler und Schülerinnen arbeiteten in 14 Kleinteams aus 2-4 Schülern und wurden jeweils von einer Lehrkraft der Adolf-Reichwein-Schule und einem Mitarbeiter des Kinder- & Jugendmuseums betreut. Sie entwarfen eigene Modellideen und hatten Kontakt mit Fachleuten zum Thema Klimaerwärmung.
Januar – September 2008: Realisierungs- und Umsetzungsphase
Die Schüler vermittelten ihr selbsterarbeitetes Wissen an ihre Mitschüler weiter. Sie entwarfen Ausstellungsmodelle und -texte. Ein Großteil der insgesamt 14 Stationen wurde von Schülern mit Handwerkern, Künstlern, Grafiker und einem Webdesigner in Teamarbeit erstellt. Für die Hörstationen arbeitete ein Musikproduzent mit Unterstützung von Parabol e.V. ehrenamtlich mit den Schülerinnen.
Komplexe Hands-on-Modelle, die mit pneumatischen und elektrischen Antrieb funktionieren, wurden nach den Konstruktionszeichnungen der Schüler professionell von Modellbaufirmen umgesetzt..
Im Juli 2008 ist dieses Projekt von der UNESCO als „offizielles Projekt der UN-Weltdecade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet worden.
Oktober 2008 - Juli 2009: Präsentation der Ausstellung im Kinder-& Jugendmuseum Nürnberg
Die Eröffnung der Ausstellung fand am 25. Oktober 2008 im Kinder- & Jugendmuseum Nürnberg auf der 180 qm großen neuen Sonderausstellungsfläche statt.
Im Schuljahr 2008/09 waren Schüler der Adolf-Reichwein-Schule "Experten" in der Ausstellung.
Ab August 2009 als Wanderausstellung auf Tournee
Die Ausstellung wurde als Wanderausstellung konzipert und anderen Kindermuseen im zur Ausleihe angeboten.

Ergebnisse

Die Aufgabe, ein Umweltthema inhaltlich zu erarbeiten, zu gliedern, ein Präsentationskonzept zu entwickeln und Gestaltungsvorschläge mit professionellen Austellungsmachern zu erarbeiten und mit Künstlern und Handwerkern umzusetzen, förderte in besonderer Weise die Gestaltungskompetenz der Schüler.
Durch die eigenen Recherchen wurde ihnen bewusst, dass nur eine Verhaltensänderung im Umgang mit den natürlichen Ressourcen der "Globalen Erwärmung" entgegenwirkt. Hierzu wurden von den Schülern Vorschläge erarbeitet, die jeder Einzelne in seinem Umfeld umsetzen kann.

Kontakt:
Museum im Koffer e.V., Kinder- und Jugendmuseum Nürnberg, Michael-Ende-Str. 17, 90439 Nürnberg, www.kindermuseum-nuernberg.de, E-Mail: info(at)museum-im-koffer(dot)de

Adolf Reichwein Schule, www.arsnbg.de, E-Mail: info(at)arsnbg(dot)de