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Die Preisträger 2018


1. Preis | Projekt Zeitkapsel
Kooperationspartner: Grundschule Michael-Ende-Schule, Stadtbibliothek St. Leonhard im Bürgerzentrum Villa Leon, FAU Erlangen-Nürnberg / Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, Buchwissenschaft der LMU München und Köln, Amt für Kultur und Freizeit (KUF) / KinderKunstRaum, Kinderatelier des Kulturladens Villa Leon, Zukunftsforscher Bernd Flessner, Erzählpädagoge Martin Ellrodt
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2. Preis | Perspektivwechsel
Kooperationspartner: Sperber Mittelschule, Elif Mese / Theater “o“, Andres Müller / M-AL Filmproduktion und Medienberatung
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3. Preis | Das Boot von Lampedusa
Kooperationspartner: Carl-von-Ossietzky-Mittelschule, Jean-François Drozak / Showroom Nordkurve
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Die Preisträger des Paula-Maurer-Preises 2018 wurden aus 15 Bewerbungen ausgewählt durch eine unabhängige Jury. Ihr gehörten an:

  • Silke Roennefahrt, Nürnberger Nachrichten
  • Inge Gutbrod, freie Künstlerin
  • Bernhard Jehle, Geschäftsbereich Schule und Sport der Stadt Nürnberg
  • Dr. Leopold Klepacki, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg/Institut für Pädagogik
  • Heike Weishart, Staatliches Schulamt in der Stadt Nürnberg


Die Dokumentation zum Paula-Maurer-Preis mit Vorstellung aller Bewerberprojekten können Sie hier herunterladen:
Dokumentation 2018 |PDF

Preisverleihung 2018

 


Die feierliche Preisverleihung zum Paula-Maurer-Preis 2018 fand am Dienstag, 4. Dezember 2018 im Großen Saal der Kulturwerkstatt Auf AEG statt.

Jürgen Markwirth, Leiter des Amts für Kultur und Freizeit, und Gottfried Rimmele vom Verein zur Förderung innovativer Kulturarbeit e. V. eröffneten die Feier mit einem Rückblick auf 13 Jahre Paula-Maurer-Preis. 35 herausragende Nürnberger Projekte in Kooperation von Kultur und Schule sind bisher ausgezeichnet worden. Kulturreferentin Dr. Julia Lehner hob in ihrem Grußwort die Bedeutung der Kulturellen Bildung für die Entwicklung der bzw. des Einzelnen wie auch der gesamten (Stadt-)Gesellschaft hervor und schlug die Brücke zur Bewerbung Nürnbergs um den Titel „Europäische Kulturhaupstadt“ 2025.

Anschließend führte Kiki Schmidt von der Stabsstelle Kinderkultur mit Charme und Witz schwungvoll durch die Veranstaltung, die von den Preisträgern mitgestaltet wurde:

Die AG Kunst der Carl-von-Ossietzky-Mittelschule inszenierte in einer kleinen, sehr feinen Ausstellung im hinteren Saal die drei entstandenen Kunstwerke „Das Boot von Lampedusa“ zum Thema Flucht und Migration. In einer Bildpräsentation erläuterten die Schülerinnen und Schüler den Entstehungsprozess der großformatigen Gemeinschaftswerke. Bernhard Jehle betonte in seiner Laudatio zum 3. Preis, wie eindrucksvoll und unmittelbar die Kunst doch Inhalte transportiere, die mit Worten schwer zu fassen seien, und wie toll es den jungen Künstlerinnen und Künstlern gelungen sei, in einer politisch aufgeheizten Debatte den Blick auf das Wesentliche, nämlich das Menschliche zu lenken.

Beim zweiten Preis für das Projekt „Perspektivwechsel“ erhielten die Zuschauerinnnen und Zuschauer nach einer Einführung durch Schülerinnen der 10. Klasse der Sperber Mittelschule, Lehrerin Sylvia Günther und die beiden Kulturpartner Elif Mese (Theater "o") und Andres Müller (M-AL Filmproduktion und Medienberatung) einen direkten Einblick: Die Jugendlichen zeigten einen Ausschnitt des selbstgeschriebenen und selbstgedrehten Filmes „sigh“, in dem sie die politisch motivierten NSU-Morde zum Anlass für Überlegungen zu den Themen Tod, Verlust und Suche nach der eigenen Identität nehmen. Laudatorin Silke Roennefahrt beeindruckten der Mut und Einfallsreichtum der Filmemacherinnen und Filmemacher. Das Ergebnis könne sich im doppelten Wortsinn sehen lassen – denn der Beitrag wird ab sofort auch für den Unterricht in anderen Klassen und Schulen verliehen!

Die Hintergründe, Forschungsfragen und vielfältigen originellen Teilprojekte zum erstplatzierten „Projekt Zeitkapsel“ erläuterte Initiatorin Monika Schunigl (Stadtbibliothek St. Leonhard) in ihrer Einführungsrede. Mit witzigen Anekdoten illustrierte sie, auf welch grandiose Einfälle Kinder kommen, wenn sie einmal ernsthaft und spielerisch zugleich nach ihren Vorstellungen und Träumen für die Zukunft gefragt werden. In der von Jürgen Markwirth vertretungsweise verlesenen Lobrede von Dr. Leopold Klepacki klang seine Begeisterung für dieses beispielhafte kulturelle Bildungsangebot durch: Verwirklicht werde hier eine intensive, fächer- und klassenübergreifende, theoretisch unterfütterte, aber freie kreative Auseinandersetzung mit einer zentralen Herausforderung unserer Gegenwart, die für die Erwachsenen wie für die jungen Teilnehmenden gleichermaßen relevant und wertvoll sei. Man könne gespannt sein, welche Zukunftsideen schon Realität geworden sein werden, wenn in drei Jahren die Zeitkapsel geöffnet wird, die dem Projekt seinen Namen gegeben hat. Nach dieser tollen Anerkennung erorberten schließlich die aufgeregt wartenden Schülerinnen und Schüler aller Klassen der Michael-Ende-Schule die Bühne zur feierlichen Übergabe des 1. Paula-Maurer-Preises.

Fotos: KinderKunstRaum und M-AL Filmproduktion und Medienberatung